Shabti for Ij-iir-s
Shabti for Ij-iir-s Shabti for Ij-iir-s Shabti for Ij-iir-s Shabti for Ij-iir-s Shabti for Ij-iir-s

Uschebti für Ij-iir-s, Sohn des Paenibirenu, geboren von der Paeniutja

Objekt-Nr.: 1785

Datierung: Ägypten, Spätzeit, 26. Dyn. um 664-525 v. Chr.


Material: Fayence


Größe: Höhe: 14,3 cm


Zustand: gebrochen und geklebt


Herkunft: Sammlung D. M., Amsterdam, Niederlande


Das Objekt kann 3 Tage für Sie reserviert werden!

Verfügbarkeit: sofort lieferbar

1.150 €
Nach § 25a UStG differenzbesteuert, die Mehrwertsteuer ist nicht ausweisbar! Es handelt sich um den Endpreis!
Mumienförmiger Uschebti mit Hacke, Dreschflegel und Saatgutsack. Der Uschebti zeigt die Merkmale der klassische Form der Grabfiguren aus der 26. Dynastie, die durch ihre sorgfältige Modellierung gekennzeichnet sind. Eine Inschrift, die aus 9 Zeilen mit Hieroglyphen besteht, bedeckt den Körper des Uschebtis vollständig. Die gut lesbaren Hieroglyphen erwähnen den Namen des Besitzers, seine Abstammung, sowie im Anschluss der berümte Uschebtispruch (Spruch 6 des Totenbuches), der die Aufgaben des Uschebtis in der Unterwelt beschreibt. Die Inschrift lautet wie folgt:


(1) sHD Wsjr Ij-i.ir-s mAa-xrw sA pA-n-ib-ir.n=w ms (n) pA-n-iw-TA
(1) IErleuchten lassen des Osiris, Ij-iir-s, gerechtfertigt, Sohn des Paenibirenu geboren von der Paeniutja

(2) Dd=f j wSbt ip.tw ir Hsb.tw Wsjr
(2) er sagt: Oh Uschebti, wenn


(3) Wsjr Ij-i.ir-s r ir.t kA.t nb ir im m Xr.t-nTr
(3) der Osiris Ij-iir-s, irgendeine Arbeit zu leisten, die dort im Totenreich geleistet wird


(4) sDbw jm m s r Xr.t=f
(4) wenn nämlich ein Mann dort zu seinen Arbeitsleistungen verurteilt wird


(5) mk wj kA.tn ip.tw tn
(5) hier bin ich, sollst du sagen. ihr zu jeder Arbeitszeit dort eingeteilt werdet


(6) rA-nb ir.t im r srwD
(6) jeden Tag arbeites du, um zu pflügen
(7) sH.t r smHj wDbw
(7) das Feld, um die Ufer zu bewässern,


(8) r Xnt saj iAbtt r imntt
(8) um Sand nach Westen oder nach Osten überzufahren

(9) Ts pXr mk wj kA.tn
(9) und umgekehrt. Hier bin ich, sollst du sagen.


Eine Besonderheit dieses Uschebtis ist, dass sich die ursprüngliche Glasur fast völlig aufgelöst hat, dies ist ein Merkmal für die relativ genaue Datierung. Zu Begin der 26. Dynastie wurde noch ausgiebig mit neuen Glasurmischungen experimentiert. Bei dieser hier nur kurz verwendeten Mischung kam es nach einigen Jahren zu einer Auflösung, wenn die Fayence mit dem Boden im Grab in Kontakt geriet.


Ein anderer Uschebti dieses Besitzers wurde bei Pierre Bergé, Lot 82, 01.06.2012, Paris, versteigert.