Ushabti General Semataui
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Uschebti für den General Semataui

Objekt-Nr.: 1736

Datierung: Ägypten, Spätzeit, 27.-30. Dyn. um 525-343 v. Chr.


Material: Fayence


Größe: Höhe: 13,8 cm


Zustand: intakt


Herkunft: Niederländische Sammlung, davor englische Privatsammlung v. 1970


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Türkises mumienförmiges Fayence Uschebti mit Hacke, Dreschflegel und Saatgutsack. Auf der Vorderseite T-förmige Inschrift:


(1) sHD Wsir sA-mr=f Hrj-mSa smA-tAwj (2) sA Srj ms (n) tA-wr.t-hr.tj mAa-xrw
„(1) Erleuchten lassen des Osiris, der Sameref-Priester, Oberster der Truppe, Semataui, (2) Sohn des Scheri, geboren von Taiesschepsetherti, gerechtfertigt“


Der Name des Besitzers, Semataui, ist für die altägyptische Spätzeit gut belegt (Ranke, Personennamen, S. 296 Nr. 10). Semataui („Der Vereiniger der beiden Länder“) war ein falkengestaltiger Gott, der in Herakleopolis Magna, einer antiken Metropole am Eingang zum Fayum, verehrt wurde. Der Name des Vaters, Scheri „das Kind“, ist einfach mit einer Haarlocke geschrieben, was typisch für die Spät- und Ptolemäerzeit ist (Ranke, Personennamen, S. 329 Nr. 13, vgl. auch Nr. 14). Der Name der Mutter ist Taiesschepsetherti (tAj=s-Sps(.t)-hr.tj) „Ihre Herrin ist zufrieden“ (Ranke, Personennamen, S. 376 Nr. 3).

Sameref „der Sohn, der ihn liebt“ ist ein Priestertitel, der bei den Osiris-Mysterien in Abydos eine Rolle spielt und dementsprechend mit Bestattungsriten verbunden gewesen ist (Mokhtar, Ihnâsya el-Medina, S. 196-197). Die Priester nahmen die Rolle des Gottes Horus ein, der sich um seinen verstorbenen Vater Osiris bemüht. Personen mit diesem Titel sind auch aus der Nekropole von Abusir el-Melek, das „das nördliche Abydos“ genannt wurde, bekannt. Abusir el-Melek war wohl eine Nekropole von Herakleopolis Magna, dessen Lokalgottheit Herischef mit Osiris gleichgesetzt wurde.

Die Gestaltung des Uschebtis, insbesondere die T-förmige Inschrift, weist darauf hin, dass Semataui im vierten oder dritten Jahrhundert v. Chr. gelebt hat. Dies wird durch die Schreibung des Vatersnamens mit der Haarlocke bestätigt. Semataui war nicht nur Sameref-Priester, sondern auch Oberster der Truppe. Insbesondere in der 30. Dynastie war es nicht ungewöhnlich, dass Generäle auch Verwaltungs- und Priesterämter inne hatten. Semataui war wohl kein Priester in der Nekropole von Abusir el-Melek, sondern hauptsächlich als Heerführer tätig.

Literatur: Mohamed Gamal el-Din Mokhtar: Ihnâsya el-Medina (Herakleopolis Magna). Its Importance and its Role in Pharaonic History (BdE 40), Kairo 1983.