An large Egyptian turquoise glazed composition shabti of General Semataui
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Sehr großer Uschebti für den General Semataui

Objekt-Nr.: 1824

Datierung: Ägypten, Spätzeit, 27.-30. Dyn. um 525-343 v. Chr.


Material: Fayence


Größe: Höhe: 19,5 cm


Zustand: im Fußbereich gebrochen und repariert


Herkunft: Niederländische Sammlung


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Der mumienhafte Körper mit sichtbaren Händen, die linke Hand hält eine Hacke, die rechte einen Handpflug und ein Saattäschchen über der Schulter. Der Uschebti steht auf einer Basisplatte und lehnt an einen Rückenpfeiler. Der sehr ausdrucksstarke Kopf ist vollständig mit allen Gesichtsorganen, Götterbart und dreiteiliger Perücke, ausgearbeitet. Die Qualität ist beeindruckend.


Der Körper ist bedeckt mit einer neun zeiligen gut leserlichen Inschrift, die den Namen des Inhabers General Semataui, sowie die Namen seiner Eltern nennt. Im Anschluß wird der berümte Uschebtispruch (Spruch 6 des Totenbuches) genannt. Die vollständige Inschrift des Uschebtis lautet:


(1) sHD Wsir sA-mr=f Hrj-mSa smA-tA.wj sA Srj ms (n) tA-Spst-
(1) Erleuchten lassen den Osiris, dem Sameref-Priester und General, Semataui, Sohn des Sheri, geboren von der Tashepset
(2)-hr.tj mAa-xrw Dd=f j wSb.tjw jpn ir ip.tw
(2)O ihr Uschebti, wenn ich verpflichtet werde,
(3) Wsir smA-tA.wj r ir kA.t im m Xrt-nTr
(3) der Osiris Semataui, irgendeine Arbeit zu leisten, die dort im Totenreich geleistet wird -
(4) sDbw jm m s r Xr.t=f
(4) wenn nämlich ein Mann dort zu seinen Arbeitsleistungen verurteilt wird -,
(5) mk wj kA.tn ip.tw tn
(5) hier bin ich, sollst du sagen. ihr zu jeder Arbeitszeit dort eingeteilt werdet
(6) rA-nb ir.t im r srwD
(6) jeden Tag arbeites du, um zu pflügen
(7) sH.t r smHj wDbw
(7) das Feld, um die Ufer zu bewässern,
(8) r Xnt saj iAbtt r imntt
(8) um Sand nach Westen oder nach Osten überzufahren
(9) Ts pXr mk wj kA.tn
(9) und umgekehrt. Hier bin ich, sollst du sagen.


Sameref „der Sohn, der ihn liebt“ ist ein Priestertitel, der bei den Osiris-Mysterien in Abydos eine Rolle spielt und dementsprechend mit Bestattungsriten verbunden gewesen ist (Mokhtar, Ihnâsya el-Medina, S. 196-197). Die Priester nahmen die Rolle des Gottes Horus ein, der sich um seinen verstorbenen Vater Osiris bemüht. Personen mit diesem Titel sind auch aus der Nekropole von Abusir el-Melek, das „das nördliche Abydos“ genannt wurde, bekannt. Abusir el-Melek war wohl eine Nekropole von Herakleopolis Magna, dessen Lokalgottheit Herischef mit Osiris gleichgesetzt wurde.

Die kleinere Variante des Uschebtis, die auch diesem General zuzuschreiben ist, insbesondere dessen T-förmige Inschrift, weist darauf hin, dass Semataui im vierten oder dritten Jahrhundert v. Chr. gelebt hat. Semataui war nicht nur Sameref-Priester, sondern auch Oberster der Truppe. Insbesondere in der 30. Dynastie war es nicht ungewöhnlich, dass Generäle auch Verwaltungs- und Priesterämter inne hatten. Semataui war wohl kein Priester in der Nekropole von Abusir el-Melek, sondern hauptsächlich als Heerführer tätig.


Literatur: Mohamed Gamal el-Din Mokhtar: Ihnâsya el-Medina (Herakleopolis Magna). Its Importance and its Role in Pharaonic History (BdE 40), Kairo 1983.