coptic tunic fragment
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Fragment einer koptischen Tunika

Objekt-Nr.: 1916

Datierung: Ägypten, Spätantike, koptisch, 600-800 n. Chr.


Material: Wolle auf Leinen


Größe: 31,4,x5,3 cm


Zustand: fragmentarisch


Herkunft: Sammlung Noot, Arnheim, erworben in den 1960er Jahren im Kunsthandel Gier, Amsterdam


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Unter dem Begriff „koptische Stoffe” fasst man jene Textilien zusammen, die in Ägypten etwa zwischen dem 3. und 10. Jahrhundert entstanden sind. Sie verdanken ihre Erhaltung den besonders günstigen klimatischen Bedingungen des Landes. Sie stellen mit Abstand den größten Anteil innerhalb der sog. koptischen Kunst – besser, der spätantiken Kunst in Ägypten – dar. Um einem möglichen Missverständnis vorzubeugen: Der Begriff „Kopten”, „koptisch” leitet sich vom griechischen „Aigyptioi” ab, und ist über das arabische „quibt”, „quodt” auf uns gekommen. Während aber die Bezeichnung „Kopten” bis heute die christlichen Ägypter meint – im Unterschied zu anderen religiösen Gruppen des Landes – , bedeutet das Adjektiv „koptisch” in Zusammenhang mit Kunst und Kultur nicht primär christlich, sondern eher ägyptisch hinsichtlich der geographischen Herkunft und der Datierung.

Die meisten koptischen Textilien stammen aus Gräbern. Es sind die Kleidungstücke der Verstorbenen, die diese wohl auch zu Lebzeiten trugen. Überwiegend handelt es sich um die Reste von Tuniken verschiedenster Art. Hier ein Fragment einer kunstvoll verzierten Tunika mit Figuren, Pflanzen und geometischen Symbolen unterschiedlich farbig gestaltet, das Material ist Wolle auf Leinen.